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Schrauber-Lektionen

Öldruckstart durchführen

Für Anfänger: Gut durchgeölt, läuft es wie geschmiert.

Mike the Mechanic


Damit die erste Ausfahrt nach der Einwinterung zum Ereignis wird, muss die Karosse fit sein. Und dafür müssen wir die Alten und die jungen Alten gemächlich in Gang bringen.

Benötigte Arbeitsutensilien:

  1. Zündschlüssel

In der Auszeit hat manches Fahrzeug in seinem einsamen Unterstand so einiges erlebt. Es gibt unliebsame Mitbewohner, es kann durchgeregnet haben, ohne dass der besorgte Fahrer etwas bemerkt hat und die Reifen können sich unter dem mächtigen Schlitten unter Umständen verformt haben. Von den Bremsen ganz zu schweigen.

Also: Alles schön langsam angehen lassen…

Nachdem der Wagen saisonfit gemacht wurde, fehlt nur noch eins, bevor es losgehen kann: Der Aufbau von Öldruck vor dem ersten Start. Mit diesem Trick reduziert man den Verschleiß, der sich in der Kaltlaufphase, also in den ersten Sekunden nach dem Start, aufgrund der höheren Reibung ergibt.

Der Öldruckstart fördert die Motorschmierung und sorgt für einen reibungslosen Start.

Mike the Mechanic

Die Lösung:

Entweder

Zündspule und Verteiler voneinander trennen und dreimal für einige Sekunden ohne Zündung starten. Danach kann alles wieder zusammengebaut werden. Nun sollte genug Öl im Motor sein.

oder

Zündung wiederholt an, damit die Benzinpumpe so richtig in Fahrt kommt. Starten und eine kurze Weile im Stand „tuckern“ lassen.

Bei Oldie-Dieseln kann der Motor einmal ohne Vorglühen durchgedreht werden.

Mike the Mechanic

Behandle deinen Oldie mit Gefühl 

Wer morgens nur schwer aus den Federn kommt, der versteht sein Auto besser. Es dauert ein wenig, bis man voll aufnahmebereit und leistungsfähig ist. Beim Motor ist es ähnlich – das gilt gerade für ältere Motoren. Wer morgens aufspringt und gleich Vollgas gibt, der verbraucht in kürzester Zeit einen großen Teil seiner soeben noch frisch getankten Energie.

Da gibt es Oldtimer, die nach einem halben Jahr Pause in 5 Sekunden mit dem Öldruck wieder auf der Höhe sind. Aber nicht täuschen lassen! Trotzdem ist ein Öldruckstart nach längerer Standzeit ebenso sinnvoll, wie die Flüssigkeitsstände, die Zündkerzen, die Achsmanschetten und den Luftdruck der Reifen zu überprüfen.

Nach erfolgreicher Zündung, Öldruck aufbauen – und nicht vergessen gegebenenfalls den Choke zu ziehen. Dann raus in die Welt und mindestens eine Stunde fahren, damit Öl und Benzin in Wallung gerät.

Ein Öldruckstart allein bringt jedoch wenig. Man muss auch darauf achten, den alten Motor generell nicht zu hoch drehen zu lassen. Ebenso schlecht ist es, nur niedertourig zu fahren. All das erhöht den Verschleiß. 

Wie der Start nach der Pause verläuft, hängt unter anderem auch mit den Vorkehrungen zusammen, die der Besitzer bei der Einwinterung getroffen hat.


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Weiterführende Quellen: