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Heimwerken: Die Theorie

Bohren in die Decke

Zu den mitunter unliebsamsten Aufgaben eines Heimwerkers gehört das Bohren in die Decke. In der Regel kommen Sie darum aber nicht herum, wenn Sie beispielsweise eine Lampe über dem Esstisch montieren möchten. 

Schritt für Schritt zum perfekten Loch in der Decke 

Im ersten Schritt prüfen Sie den Untergrund und wählen den entsprechenden Bohrer, das entsprechende Bohrverfahren sowie die Bohrergröße und den Dübel.

Gerade für massive Decken benötigen Sie einen leistungsstarken Bohrer. Um festzustellen, ob es sich um eine Leichtbau- oder Massivdecke handelt, klopfen Sie das Material mit einem Hammer ab. Sie hören am Ton, worum es sich handelt: Leichtbaudecken klingen dumpf und tief, Massivdecken klingen heller.

Welcher Bohrer ist der richtige?

Um in die Decke zu bohren, benötigen Sie in der Regel eine Schlagbohrmaschine, bei Betonwänden kommen Sie an einem Bohrhammer nicht vorbei.

Löcher vorbohren

Jetzt können Sie die Löcher an der Decke markieren und das Loch vorbohren. Wer nicht weiß, wie elektrische Leitungen verlaufen, der orientiert sich dabei an den Installationszonen – sofern er in einem Neubau wohnt. Im Altbau nutzen die Installationszonen wenig. Hier muss mittels Ortungsgerät (für spannungsführende Leitungen) geprüft werden.

Messen Sie Abstände genau aus, sollten Sie mehr als ein Loch benötigen. Bei porösen Altbaudecken beginnen Sie idealerweise mit einer kleineren Bohrergröße. Bröckelt das Material, so hilft nur noch Spachtelmasse. Zu groß geratene Löcher kann man mit Streichhölzern stopfen, um die Dübel im Anschluss zu befestigen.

In die Betondecke bohren – gar nicht so einfach, wie man denkt (auch trotz des richtigen Bohrers) 

Anfänger haben oft das Problem, beim Bohren in Beton abzurutschen. Um das zu verhindern, hilft es, das Bohrloch zunächst mit einem alten Bohrer oder einer alten Schraube zu markieren – dazu einfach mit dem Hammer eine erste Vertiefung einschlagen. Diese Vertiefung sorgt dafür, dass man beim Bohren in die Betondecke nicht abrutscht / wegdreht.

Achtung! Erhöhen Sie die Geschwindigkeit des Bohrhammers erst, wenn die Bohrspitze einen sicheren Halt bekommen hat. Jetzt kann der Dübel seinen Platz finden, wobei Sie auch hier mit einem Hammer etwas nachhelfen können. 

Bohren im Altbau – Besonderheiten spezieller Decken 

In einem Altbau gelten mitunter besondere Regelungen – völlig anders als in modernen Bauten. Normierungen gibt es hier keine – und wer eine Lampe an der Decke anbringen möchte, der braucht beinahe Spezialwissen. Löcher in den Altbau zu bohren ist oftmals ein Problem und gerade Anfängern fällt es schwer, ein Loch in passender Größe zu bohren. 

Unser Tipp: Besorgen Sie sich spezielle Altbaudübel aus dem Baumarkt, auch wenn diese mitunter etwas teurer in der Anschaffung sind. 

Auf keinen Fall sollten Sie direkt mit einem Bohrhammer an Ihr Projekt gehen. Akku-Schlagbohrmaschinen genügen meist, da das Mauerwerk eines Altbaus besonders weich ist. 

Bohrungen in Stahlbeton richtig ausführen 

In Stahlbeton mit dem Bohrhammer bohren

Stahlbeton lässt sich genauso bohren, wie es bei herkömmlichen Wänden der Fall ist. Wie gewohnt stellen Sie zunächst sicher, dass an der Bohrstelle keine Leitungen liegen. Sie zeichnen das Loch vor und setzen den Bohrhammer samt Steinbohrer an. 

So gehen Sie vor…

Beginnen Sie auch hier, langsam zu bohren und üben Sie etwas Druck auf die Maschine aus. Bohren Sie bis zur gewünschten Tiefe. Mitunter müssen Sie den Tiefenanschlag an der Bohrmaschine individuell einstellen. Jetzt können Sie auch hier einen Dübel nutzen und die benötigte Schraube in der Wand oder in der Decke befestigen. 

Tipp: Benutzen Sie beim Bohren eine Schutzbrille, da hier kleine Stahlteilchen schnell in die Augen fliegen können. Bei leistungsstarken Bohrern sollten Sie zudem darauf achten, sich lange Haare wegzubinden. Und natürlich kann das Bohren in Stahl auch etwas lauter werden, als bei anderen Wänden. Ein Lärmschutzkopfhörer schafft Abhilfe. 

Installations- und Verlegezonen im Alt- und Neubau

In modernen Wohnungen ziehen Sie in der Regel nicht ohne einen Installationsplan ein und wissen somit genau über die Zustände und Umstände der Wände und Decken Bescheid. Beziehen Sie hingegen einen Altbau, werden Sie kaum eine Ahnung davon bekommen, wie es um das Gebäude bestellt ist. Auch haben Sie dann keine Richtwerte, was Rohre, Kabel und Stromleitungen betreffen. 

In einem Neubau können Sie davon ausgehen, dass Leitungen stets vom Schalter senkrecht oder waagerecht verlaufen. Kabel werden dabei in einem Abstand von 30 Zentimetern zur Decke oder zum Boden verlegt. Rohre und Kabel liegen also innerhalb dieser Installationszonen. 

Ortungsgerät zulegen!

Heißt im Klartext: Für Bohrungen in einem Altbau brauchen Sie ein Ortungsgerät für stromführende Leitungen. Die Anschaffung lohnt sich – Sie werden das Gerät häufiger brauchen.

Bohren in der Nähe einer Steckdose  

Wer in der Nähe einer Steckdose oder eines Lichtschalters bohren will, der sollte unbedingt vorsichtig und mit Respekt an die Sache herangehen. Während Sie sich im Neubau auf die Installationszonen aus dem Plan verlassen können, gilt dies nicht für Altbauten. Gehen wir nun von einem Neubau aus, so können Sie auf die einzelnen Verlegezonen achten, was Leitungen betrifft. 

Mehr zum Thema „Bohren in der Nähe einer Steckdose“

Tipp: Wer sich dennoch unsicher mit all den verschiedenen Regelungen der Installationszonen im Neubau, der kann natürlich auch hier ein Ortungsgerät verwenden. Hochwertige Geräte detektieren neben Stromleitungen auch Holz und Metall. 

Die meisten Bohrungen in der Decke finden aus dem einfachen Grund statt, weil dort eine Lampe montiert werden soll. Wurde das Loch gebohrt und die Lampe soll nun zum Einsatz kommen, sollten Sie zunächst die Sicherungen herausdrehen und nicht nur den Lichtschalter ausschalten. Prüfen Sie mit einem Phasenprüfer, ob auch wirklich kein Strom mehr fließt. Durch das Anbringen einer Lüsterklemme können Sie die Kabel der Lampe mit denen aus der Decke verbinden. 

Kabel verbinden: Schnelle Tipps

Berücksichtigen bei der Installation die verschiedenen Farben der Kabel. Die Erdung ist in der Regel grüngelb. Für die Stromleitung ist das braune oder schwarze Kabel zuständig und das blaue oder graue Kabel leitet den Strom von der Lampe weg. Nun brauchen Sie nur noch alle Kabel mit den passenden Farben verbinden und die Lampe final befestigen. Mehr zum Thema Stromkabel verbinden lesen Sie in unserem Guide „Pendelleuchte montieren“.


Mehr Informationen zum Thema

Bohren im Altbau

Bohren in der Nähe einer Steckdose

Pendelleuchte montieren

Lampe versetzen


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Heimwerken für Anfänger

Bohren im Altbau

Im Altbau muss ganz anders gearbeitet werden als in modernen Bauten. Die zwei wichtigsten Arbeitsutensilien neben dem Akku-Bohrer sind der richtige Dübel und Verbundmörtel. 

So gelingt das Bohren im Altbau 

Benötigte Arbeitsutensilien:

  1. Akku-Schlagbohrmaschine oder Akku-Bohrschrauber
  2. Ortungsgerät für stromführende Leitungen
  3. Steinbohrer
  4. Altbaudübel
  5. Verbundmörtel
  6. evtl. Spachtelmasse zum nachträglichen Verputzen der fehlerhaften Bohrlöcher
  7. evtl. Kartuschenpistole

Eine Wohnung im Altbau ist immer etwas ganz Besonderes. Er strahlt ein gewisses Flair aus, und bietet dazu zahlreiche kreative Gestaltungsmöglichkeiten, die in einem modernen Neubau nicht möglich wären. Ein Bild oder ein Regal im Altbau anzubringen benötigt jedoch Spezialwissen, denn mit der Arbeit im Neubau hat das wenig zu tun. Im vergangenen Jahrhundert hat man anders gebaut als heute. Normierungen? Fehlanzeige. 

Löcher im Altbau bohren…

Das ist oft ein Problem. Anfänger scheitern häufig daran,  ein Loch in der richtigen Größe und Tiefe in die Wand zu bohren. Grund dafür ist das alte Mauerwerk, das sehr leicht bröckelt. Außerdem sieht man nicht, ob ins Mauerwerk oder in eine Mörtelfuge gebohrt wird.

Die Lösung…

Altbaudübel helfen dabei, dass das Regal auch wirklich hält. Hier sollten Sie nicht am Preis sparen. Kaufen Sie einen wirklich guten Altbaudübel.  Das muss nicht unbedingt der teuerste sein. Markenprodukte sind nicht unbedingt notwendig, doch bieten sie meist eine besonders hochwertige Qualität.

TOX Allzweck-Spreizdübel Altbaujoker 8 x 90 mm, 12 Stück

von TOX

Stellen Sie sich darauf ein, Ihren Arbeitsplatz trotz des Kaufs von Altbaudübeln öfter verlassen zu müssen, um Dübel in anderer Ausführung nachzukaufen. Die Wände im Altbau sind immer für Überraschungen gut. Wenn der gekaufte Altbaudübel in einem Zimmer hält, heißt das noch lange nicht, dass das überall so ist!

Oft reicht ein einziges Bohrloch nicht aus.

Nicht selten sind mehrere Bohrlöcher notwendig, um den passenden Untergrund zu finden. In diesem Fall bleibt Ihnen auch ein nachträgliches Verputzen mit Spachtelmasse nicht erspart. 

Natürlich trägt auch die Wahl der Bohrmaschine zum erfolgreichen Bohren im Altbau bei. 

Das Mauerwerk im Altbau ist meist sehr weich – ein Bohrhammer ist daher nicht geeignet. Die beste Bohrmaschine für den Altbau ist die Akku-Schlagbohrmaschine. Sie arbeitet ganz individuell mit oder ohne Schlag – so kann die passende Einstellung nach dem Mauerwerk gewählt werden. Und das ist das Wichtigste überhaupt: Mit einem Akku-Bohrer können den Hauptschalter im Verteilerkasten abdrehen, und arbeiten auf diese Weise vollkommen sicher.

Bosch Akku Schlagbohrmaschine AdvancedImpact 18 Set

von Bosch Home and Garden

Bei Gipskarton- oder Lehmwänden reicht der Akku-Bohrschrauber.

Opa Knox

Der Akku Bohrschrauber kann – so wie jede stromunabhängige Bohrmaschine – auch in Ecken genutzt werden, in denen keine Stromquelle zur Verfügung steht. Ein Elektro-Bohrschrauber bietet genug Power für weiches Baumaterial – für Betonwände ist er jedoch nicht geeignet.

Der richtige Aufsatz für den Altbau: Der Steinbohrer.

Opa Knox

Um die vorgesehene Tiefe des Bohrlochs zu ermitteln…

…können Sie einfach den Dübel an den Bohraufsatz anhalten. Wer will, markiert das Dübel-Ende mit einem Klebestreifen. Das muss aber nicht sein – gerade im Altbau, wo man sich ständig auf neue Überraschungen einstellen muss. Ihr weitaus größeres Problem wird vermutlich jenes sein: Das Bröckeln des Mauerwerks – und daraus resultierend – zu große Bohrlöcher. 

Installationszonen im Altbau

Bei modernen Bauten bekommen Sie den Installationsplan vom Hauseigentümer. Auf einen solchen sollten Sie bei einem Altbau nicht hoffen. Bei neuen Gebäuden kann man davon ausgehen, dass eine Stromleitung immer vom Schalter oder der Steckdose aus senkrecht oder waagerecht verläuft. Dabei werden die Kabel in einem Abstand von 30 Zentimetern zur Decke oder zum Boden verlegt. Alle Rohre und Kabel liegen üblicherweise in diesen Installationszonen.

Je nachdem, in welcher Zeit Ihr Altbau errichtet wurde, gab es entweder noch gar keine Normierungen oder nur teilweise Regelungen, an die man sich halten konnte – aber eben nicht musste. Sprich: Sie stehen völlig ohne Installationsplan und ohne Richtwerte da.

Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert Bd. 3/3: Wien 19.-23. Bezirk  Gebundene Ausgabe – 1. Oktober 2010
von Architekturzentrum Wien (Herausgeber), Friedrich Achleitner (Autor)

Wie weiß man nun ohne Installationsplan, wo sich eine Stromleitung befindet?

Ganz einfach: Sie benötigen ein Ortungsgerät für stromführende Leitungen! Am Kauf eines solchen kommen Sie nicht vorbei, wenn Sie vorhaben, Ihren Altbau zu sanieren, zu modernisieren oder ganz einfach einzurichten. Denn nur mit einem solchen ist verhindern Sie, unabsichtlich in Strom-, Wasser- oder Gasleitungen zu bohren. 

Im Altbau immer Stromleitungen mit einem Ortungsgerät suchen!

Opa Knox

Wird eine Stromleitung mit einem Bohrer beschädigt, kann das besonders im Altbau lebensgefährlich werden! Drehen Sie daher bei Bedenken den Hauptschalter im Verteilerkasten ab! Deshalb ist es so wichtig, sich für die Arbeit im Altbau einen stromunabhängigen Bohrer zuzulegen.

Was tun, wenn Sie dennoch ein Stromkabel beschädigen?

Wenn Sie mit dem Ortungsgerät arbeiten, kann es normalerweise nicht passieren, dass Sie in ein Stromkabel bohren. Anfänger beschäftigen sich daher noch vor der ersten Bohrung mit dem Gerät selbst. Erst, wenn Sie sich im Umgang mit dem Gerät ganz sicher fühlen, beginnen Sie mit der Heimwerker-Arbeit. Sollte trotz aller Vorkehrungsmaßnahmen dennoch ein Schaden an der Wasser- oder Gasleitung oder am Stomkabel durch den Bohrer entstehen, dann sollten Sie unbedingt einen Fachmann zu Rate ziehen.

Wird die Wasserleitung oder eine Gasleitung beschädigt, muss der Haupthahn sofort geschlossen werden! Bei Beschädigung einer Gasleitung gilt außerdem: Sofort alle Fenster und Türen öffnen und die Wohnung verlassen! Anschließend schnellstens Ihren Gasversorger benachrichtigen!

Welchen Dübel im Altbau verwenden? 

Sie haben Sich also mit dem richtigen Bohrer und mit einem Ortungsgerät ausgestattet, und sich als Anfänger mit Ihren Geräten vertraut gemacht. Nun gilt es, den richtigen Dübel für Ihre Altbau-Wände zu finden.

Ein Dübel zählt als Verbindung zwischen Wand und Schraube. Beim Eindrehen der Schraube wird der Dübel in der Wand verankert und kann so die Last auf den Untergrund übertragen. Ausschlaggebend für den richtigen Dübel ist immer der Untergrund. 

Dübel und Untergrund müssen immer zusammenpassen.

Opa Knox

Wer richtig dübeln will, muss besonders im Altbau richtig bohren. Dabei muss der Durchmesser des Bohrlochs immer dem Durchmesser des Dübels entsprechen. Dafür benötigen Sie natürlich einen Steinbohrer in der richtigen Größe. 

Bohrmaschine beim Bohren immer im rechten Winkel ansetzen!

Opa Knox

Als Dübel für Wände im Altbau können Duopower Universaldübel verwendet werden. Die am meisten genutzten Altbaudübel sind 6er Dübel, 8er Dübel oder 10er Dübel. Zu den besten Altbaudübeln für bröseliges, poröses und unbekanntes Mauerwerk zählt der TOX Allzweck-Speizdübel.

Randnotizen für Anfänger:
Die Ziffer gibt den Durchmesser des Dübels an.
z.B.: 6er Dübel = Dübel im Durchmesser von 6 mm.

Es ist nicht verkehrt, vor dem Kauf des ersten Altbaudübel Sets die erste Bohrung durchzuführen, um zu sehen, welchen Dübel Sie für Ihre Wände benötigen.

Bei Problemen mit dem Mauerwerk oder bei Befestigung schwerer Lasten (z.B ein Hängekasten) informieren Sie sich auch über chemische Befestigungslösungen

Was kann man tun, wenn es aus der Wand rieselt?

Ist das Bohrloch zu groß geraten, …

kann ein größerer Dübel verwendet werden – allerdings sollte man sich dann auch davon überzeugen, ob die Schraube noch passt. 

Passt die Schraube nicht…

… oder hat man keine größeren Dübel zur Hand (und ist man auch nicht mehr gewillt, noch einmal in den Baumarkt zu fahren), kann das Loch mit SchnellspachtelVerbundmörtel oder Blitzzement bearbeitet werden. Dazu das gewählte Material in das Bohrloch füllen und den Dübel noch während des Aushärtens an der richtigen Stelle einsetzen. Gewicht kann dann natürlich erst nach dem Aushärten in den Dübel geschraubt werden.

Zusätzlich können Siebhülsen verwendet werden, um den Mörtel an der richtigen Stelle zu platzieren. Mit einer Auspress-Pistole wird der Mörtel an die richtige Stelle gebracht, um anschließend einen Dübel ins Mauerwerk einbringen zu können. 

Noch eine Alternative:

Auch Reparaturvlies kann genutzt werden, um zu große Bohrlöcher aufzufüllen. In alten Lehmhäusern verwendet man aber besser Schnellspachtel oder Verbundmörtel. 

Wie kann beim Bohren unnötiger Schmutz vermieden werden?

Trifft man beim Bohren im Altbau auf roten Sandstein, …

dann verteilt sich dieser durch den Bohrer gleichmäßig auf dem Fußboden. Damit beim Bohren Wände und Fußböden sauber bleiben, kann ein Bohrstaubfänger als Aufsatz auf der Bohrmaschine genutzt werden. Auch ein Industriestaubsauger, der durch eine zweite Person mit dem Rohr unter das zu bohrende Loch gehalten wird, verringert die anschließendem Reinigungsarbeiten. 

MASKO® Industriestaubsauger Staubsauger Nass Trocken Sauger Edelstahl 2300W

von Masko

Weiterführende Quellen:

Mehr Informationen zum Thema Altbaudübel:
https://www.bauhaus.info/ratgeber/bauen-sanieren/richtig-duebeln-so-gehts
Mehr Informationen zum Thema Bohren:
https://www.obi.de/ratgeber/technik/werkstatt-werkzeuge-und-maschinen/richtig-bohren-in-7-schritten/
Aus welchem Material ist die Wand?
https://www.bosch-diy.com/de/de/all-about-diy/tutorial-wandmaterial-bestimmen


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Heimwerken: Die Theorie

Bohren in der Nähe einer Steckdose

Beim Bohren in der Nähe von Steckdosen oder eines Lichtschalters gilt immer besondere Vorsicht. Dabei unterscheidet man hier zunächst einmal zwischen Altbau und Neubau. Beim Neubau kann man sich zumeist auf die sogenannten Installationszonen verlassen. Beim Altbau ist es grundsätzlich ratsam, niemals ohne Prüfgerät zu arbeiten. Zu groß ist die Gefahr, in einen Stromkreis zu bohren.

Bohren im Neubau 

Das Verlegen der Elektroinstallationen in Wohnungen und Häusern im Neubau geschieht nach festgelegten Normen. Zu finden sind diese Normen in der DIN 18015-3 sowie in der ÖVE/ÖNORM E8015-3.

Die DIN 18015-3 und ÖVE/ÖNORM E 8015-3 tragen denselben Titel: „Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 3: Leitungsführung und Anordnung der Betriebsmittel.“ Diese Normen gelten jedoch nur als Vorschläge – sind also keine gesetzliche Vorgabe.

Eine alte Heimwerker-Regel besagt: Wer bohrt, hat immer Schuld. Ganz gleich, ob die Elektroinstallation normgerecht verlegt wurde oder nicht. Man sollte daher schon sehr genau wissen, wann man wo in welche Wand bohrt.

Fachmänner arbeiten grundsätzlich nach den aktuell geltenden Normen. Das gibt eine gewisse Sicherheit beim Bohren in fachmännisch ausgeführten Neubauten. 100%ig darauf verlassen, dass nach den deutschen oder österreichischen Standards gearbeitet wurde, kann man sich jedoch nicht. Aber es gibt auch eine Möglichkeit, um ganz sicher zu gehen. Dazu weiter unten im Text mehr.

Installationszonen: So werden Elektroinstallationen verlegt

Im Normfall verlaufen die Kabel parallel an der Decke oder am Boden. Von dort aus zweigen sie in Richtung Steckdose oder Lichtschalter ab. Leitungen werden also im Regelfall nur waagrecht oder senkrecht verlegt.

Wo sich die Verlegezonen befinden hängt auch von der Räumlichkeit ab. Es gibt jene Räume, in denen es in der Regel nur eine einzige Verlegezone gibt – und es gibt wiederum andere Räume, in denen es zwei, oder sogar drei Verlegezonen gibt.

Eine einzige Verlegezone: Das Badezimmer

Im Badezimmer verlegen Fachmänner die Leitungen immer von oben nach unten. Man spricht in diesem Fall von der Oberen Installationszone. Diese waagrechte Zone befindet sich in einem Abstand von

15 – 45 cm unterhalb der Decke.

Die Breite der Oberen Installationszone beträgt

maximal 30 cm.

Ein sehr aufschlussreiches Bild der Installationszone im Badezimmer stellt der Bau- und Gartenmarkt Hornbach auf seiner Website zur Verfügung.

Merksatz:
Obere Installationszone = waagrechte Installationszone:
15 – 45 cm unterhalb der Decke 
max. 30 cm breit

Zwei Verlegezonen: Der Wohnraum

Im Wohnzimmer oder Schlafzimmer befinden sich in der Regel zwei waagrechte Installationszonen. Diese verlaufen jeweils

15 – 45 cm unterhalb der Decke – und dazu auch noch oberhalb des Bodens.

Von diesen waagrechten Zonen zweigen die Kabel nach unten oder nach oben in Richtung Steckdose oder Lichtschalter ab. Die Abstände der Oberen Installationszone befinden sich wieder

15 – 45 cm unterhalb der Decke / oberhalb des Bodens. 

Die Breite von

maximal 30 cm

bleibt bei waagrechten Installationen immer gleich.

Abbildung vergrößern

Drei Verlegezonen: Küche und Arbeitsraum

In Räumen mit Arbeitsfläche verlegt der Fachmann innerhalb dreier Installationszonen:

  1. Obere Installationszone

  2. Mittlere Installationszone

  3. Untere Installationszone

Die Mittlere Installationszone verläuft

100 – 130 cm oberhalb des Fußbodens.

Die Breite von

maximal 30 cm

verändert sich bei der waagrechten Installation niemals.

Merksatz: 
Mittlere Installationszone = waagrechte Installationszone
100 - 130 cm oberhalb des Bodens
max. 30 cm breit
Drei Verlegezonen in der Küche
Abbildung vergrößern

Senkrechte Installationszonen

Die Abzweigungen von Decke oder Boden nennt man senkrechte Installationszonen. Sie verlaufen von oben oder von unten in Richtung Steckdose oder Lichtschalter. Sie werden

15 – 30 cm seitlich von Ecken, Kanten, Fenstern und Türen

verlegt und sind

maximal 20 cm breit.

Merksatz: 
Senkrechte Installationszone:
15 – 30 cm seitlicher Abstand
max. 20 cm breit

Ein Beispiel: Hier bohrt Opa Knox rechts unterhalb der Steckdose. In der Küche verlaufen drei Installationszonen. Die Bohrung liegt gerade außerhalb der senkrechten Installationszone. 

Abbildung der Installationszonen in der Küche

Opa Knox-Tipp:

Wer sichergehen will, ob die Kabel von oben oder von unten in die Steckdose laufen, der schaltet den Hauptschalter im Sicherungskasten ab und öffnet – erst danach! – die Steckdose. Im Inneren sieht man sofort, von wo die Leitungen in die Steckdose führen.

Bohren im Altbau

Beim Altbau ist es in vielen Fällen nicht abschätzbar, wie die Kabel verlegt wurden. Hier sollte man vor dem Bohren mit einem Ortungsgerät für absolute Sicherheit sorgen.

Tipp:
Erfahren Sie hier, worauf es beim
Bohren im Altbau sonst noch ankommt.

Der Besitz eines solchen Gerätes ist immer ein Gewinn – auch für jene, die im Neubau wohnen. Denn nur mit einem solchen Ortungsgerät kann man sich beim Bohren wirklich sicher sein. Qualitativ hochwertige Ortungsgeräte detektieren nicht nur Stromleitungen, sondern auch Holz und Metall.

Bildquellen:
„Verlegezonen im Wohnraum, Vorzugsmaß als Strichlinie“ @ commons.wikimedia / Fabian
„Verlegezonen in Räumen mit Arbeitsflächen vor den Wänden“ @ commons.wikimedia / Fabian


Mehr Informationen zum Thema Installationszonen

Wikipedia – Installationszonen

Hornbach – Sicherheit beim Arbeiten mit Strom

Baunetzwissen – Leitungsverlegung und Installationszonen